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Mittelalter auf dem ASPIK

Während des diesjährigen Sommerferienprogramms vom 03.09.12 bis 07.09.12 haben wir uns in der Zeit zurückversetzt. Mit 26 Teilnehmern und 8 Betreuern wurde das Mittelalter wieder aufleben gelassen. Jeder Tag begann in einem orientalischen Zelt mit einer einstimmenden Geschichte vom Pagen Konrad, die von seinem Leben auf einer mittelalterlichen Burg erzählte. Entsprechend waren die Aktionen auf dem Platz.

Montags wurde Konrad eingekleidet. Die Kinder stellten aus Baumwollrohstoff eine mittelalterliche Cott her. Sie schnitten selbst den Stoff zu und färbten ihn anschließend wie im Mittelalter mit natürlichen Farbstoffen (Zwiebelschalen und Rote Beete-Saft). Oder sie bemalten ihn. So entstanden unterschiedlichste Kleidungsstücke. Dazu konnten sie einen Lederbeutel für ihre Habseligkeiten herstellen.

Am Dienstag erhielt Konrad seine Waffen. Die Teilnehmer konnten Schilde selbst aussägen und bemalen und in der heißen Glut 'Waffen' schmieden. Entstanden sind dabei meist kleine Spieße, die eher zum Essen benutzt werden können. Für die Mädchen war eher die Aktion der Haarkränze interessant, womit sie ihr mittelalterliches Outfit vervollständigten. Außerdem hatten wir einen Gast auf dem Aspik, der Rüstung und Co. nicht nur zum Anschauen da hatte. Es war sicher interessant, einmal auszuprobieren, was die Ritter damals mit sich herumgetragen haben. Auch mal ein richtiges Schwert in der Hand zu haben, war für viele ein besonderes Erlebnis. Für unseren Ausflug am nächsten Tag wurde mit viel Kreativität ein Aspik-Banner erstellt.

Mittwochs war unser Ausflugstag. Wir wanderten vom Aspik zur Lehmgrube nach Neckargartach. Unterwegs standen verschiedenste Aktionen und Aufgaben auf dem Programm, um die Wanderung nicht langweilig werden zu lassen. Dabei war unter anderem der Teamgeist (beim 'Skilauf') und die Ausdauer ('wer findet das 10. Ü-Ei?') gefragt. In der Lehmgrube erwartete sie bereits eine vorgeheizte Feuerstelle, die mit dem Aspik-Banner markiert war, wo sie ihren Hunger mit Wurst und Brötchen stillen konnten. Nach einer kurzen Spielrunde auf Rutsche, Schaukel und Seilbahn wurden alle per PKW (total 'nichtmittelalterlich') zurück geshuttelt.

Am Donnerstag war Konrads Tag auf der Burg geprägt mit dem Erkunden der verschiedensten Alltagstätigkeiten. So wurden an diesem Tag richtige Fackeln hergestellt, man konnte Heukissen nähen und kleine Sachen filzen. Unser mittelalterlicher Gast war auch wieder da und hatte einen Langspieß (5 m lang!) dabei mit dem die Teilnehmer versuchten, einen am Baum hängenden Ring zu erhaschen. Es war sehr schwer und verdeutlichte, wie schwer die Ritter damals zu kämpfen hatten.

Der Freitag war bei Konrad mit der Hilfe in der Küche bei der Herstellung eines Festmahls geprägt. So waren bei uns alle mit Schnippeln und Schälen, Rühren und Abschmecken, Kneten und Formen beschäftigt. Wir stellten die Schalen für die mittelalterliche Kürbissuppe aus Brotteig her und backten sie im Backofen. Eine andere Gruppe war mit der Herstellung des Getränks (Kindermet) beschäftigt, wieder andere bereiteten die Marinade für das Fleisch. Auch für den Nachtisch war gesorgt.
Nachdem die mittelalterliche Tafel aufgebaut und dekoriert war, ließen sich alle das mittelalterliche Mahl schmecken.
Zum Abschluss erwartete uns noch das mittelalterliche Spektakulum, wie unser diesjähriger Bunter Abend genannt wurde. Alle Teilnehmer hatten während der Woche etwas einstudiert, das dann aufgeführt wurde. Das Programm reichte vom Mittelalterlichen Tanz über Schwertkampf, Humoresken und Akrobatik, bis zum etwas anderen Kampf der Ritter. Als wir auf den Aspik zurückkamen war sogar unser Drache zum Leben erweckt worden und spuckte nach Jahren endlich mal wieder Feuer.
Danach hieß es Abschied nehmen für die, die nicht übernachten wollten.
Die anderen vertrieben sich den Abend im Orientalischen Zelt mit Spielen.

Am Samstagmorgen waren die meisten recht früh wieder wach und es gab dem Motto entsprechend auch ein mittelalterliches Frühstück, Porridge, das wider Erwarten so gut ankam, dass zu wenig davon da war. Aber da noch Apfelstrudel vom Abend vorher übrig war, musste keiner hungrig nach Hause gehen.

Es war ein sehr erlebnisreiches und schönes Sommerferienprogramm, sowohl für die Teilnehmer als auch für die zahlreichen Betreuer.