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Frühlingscamp

Nun schon zum 9. Mal lud der Verein Abenteuerspielplätze Heilbronn e. V. zu seinem 3-tägigen Frühlingscamp in der Vorosterwoche vom 19. bis zum 21. März auf sein Gelände im Böckinger Kreuzgrund.
Zusammen mit 12 Kindern im Alter von 6 - 11 Jahren, 2 erwachsenen und drei jugendlichen Betreuern ging es am ersten Tag nach der Begrüßung durch Leiter Sven gleich zur Sache. Trotz Schneeschauern war jetzt Feuer machen und Tee kochen angesagt. Interessante Koordinationsspiele und die Möglichkeit zum Schmieden mit den jugendlichen Betreuern fanden großen Anklang. Mit dem heiß ersehnten Fußballspiel Betreuer gegen Kinder, das unentschieden endete, ging der erste Tag zu Ende.
Am darauf folgenden Morgen hieß es, früh aus den Schlafsäcken, Vesper richten und Rucksäcke packen. Ziel des Ausflugs sollte die Heilbronner Kletterarena sein. Den spannenden Wettbewerb an der großen Kletterwand entschied ein Junge in der tollen Zeit von 1 Minute und 40 Sekunden für sich. Wieder auf dem Gelände angelangt wurden dann Würstchen gegrillt. Das zweite Fußballspiel der Kinder gegen die Betreuer ging 2:1 gegen die Kinder aus. Und nach der Nachtwanderung und anschließenden dampfenden Maultaschen krochen die Kids trotz nasskalten Wetters müde und zufrieden in ihre Schlafsäcke.
Der Abschlusstag holte alle recht früh zum Frühstück im Regen. Aber trotz Matschwetter blieben unsere Kinder und natürlich auch die Betreuer gut gelaunt.
Danach hieß es schon: Gemeinsames Aufräumen und Abschied nehmen. Und alle waren sich sicher: Beim 10. Frühlingscamp auf dem ASPIK sind wir wieder dabei.

Frühlingscamp 2008 - oder - 'Eine frostig-fröhliche Angelegenheit'

Erstaunlicherweise haben sich auch diesmal wieder 12 Kinder gefunden, die sich von den widrigen Wetterverhältnissen nicht schrecken ließen und 3 Tage und 2 Nächte auf dem Aspik verbringen wollten. Zur Unterstützung der erwachsenen Betreuer Sven und Beate waren in diesem Jahr auch 3 jugendliche Betreuer aktiv: Ralf, Bernhard und Robert.

Überpünktlich rückten die ersten mit ihren Gepäckstücken an. Manchmal konnte man glauben, sie wollten 3 Wochen und nicht nur 3 Tage hier verbringen. Doch schnell war alles im Dach des Unterstandes verstaut und die 'Betten' gebaut.

Als die ersten Feuer brannten und die Kälte mit heißem Tee vertrieben werden konnte, wurden alle versammelt, um mit Koordinationsspielen ihre Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen. Zuerst galt es, einen Kreis zu bilden, einen Stab vor sich aufzustellen und auf Kommando jeweils einen Platz weiter zu wechseln, wobei der eigene Stab losgelassen wurde und der des Nachbarplatzes aufgefangen werden musste. Hierbei war genaue Absprache ein unbedingtes Muss. Nach einigen Fehlversuchen hat es schließlich super geklappt.

Beim zweiten Spiel mussten alle unter einem von 2 Betreuern geschwungenen Seil durchlaufen, ohne dieses dabei zu berühren. Bei Kontakt mussten alle wieder von vorne anfangen. Leider wurde dies durch einen heftigen Schnee-/Regenschauer abrupt beendet.

Nachdem es wieder einigermaßen trocken war, wurde die Esse aufgebaut und die 3 jugendlichen Betreuer schmiedeten mit den Kindern zusammen.

Gegen Abend waren noch einige interessierte Erwachsene hinzugekommen und dem traditionellen Fußballspiel Kinder: Betreuer stand nichts mehr im Wege. Es ging wie immer heiß her und beide Seiten kämpften heftig, so dass am Ende der 1. Halbzeit noch kein Tor gefallen war. Es wurde beschlossen, das Spiel am Folgetag fortzusetzen.

Zum Abendessen gab es Würstchengulasch mit Brötchen, die wie immer von der Bäckerei Lang gespendet wurden.

Nachdem es am Abend noch mal merklich abgekühlt hatte, kuschelten sich die Kinder bereits um 20.30 Uhr in die Schlafsäcke, viele mit einer Wärmflasche ausgerüstet. Bereits um 22.00 Uhr herrschte die für die Betreuer ersehnte Ruhe.

Am nächsten Morgen trieb die Kälte die meisten schon früh aus den Schlafsäcken an die große Feuerstelle. Gut dass die Betreuer bereits am Vorabend den Tee gekocht hatten, so war auch schnell war Warmes zu trinken da. Mit Brötchen und selbst gemachter Marmelade war dann auch der Abenteuergeist der Kinder bald wieder geweckt. Gleich nach dem Frühstück wurden Vesperbrote gerichtet und die Rucksäcke gepackt, denn es ging in die Kletterarena.

Zuerst mit der Stadtbahn und dann mit dem Bus sollte die Kletterarena um 11 Uhr erreicht werden. Doch der berühmt-berüchtigte Öffentliche Nahverkehr machte der Truppe einen Strich durch die Rechnung da die Stadtbahn schlichtweg einfach nicht kam. Auch sämtliche Automaten zur Fahrkartenlösung waren defekt. So blieb also nichts anderes übrig, als zu warten und mit der nächsten Bahn die Strecke bis zur Harmonie 'schwarz' zurückzulegen. Im Anschlussbus wurden manche von anderen Fahrgästen kritisch beäugt, da die Kinder natürlich noch Ihre inzwischen ziemlich verdreckten Aspik-Kleider anhatten und ihnen der typische Geruch anhaftete.

In der Kletterarena wurden sie bereits von Fritz erwartet, der die 'Führung' übernahm. Auch Linda kam als weitere Betreuerin dazu. Zuerst wurde ein Warm-Mach-Wettbewerb veranstaltet, bei dem in einer Kletterhöhle die Kinder in zwei Gruppen jeweils an der gegenüberliegenden Wand beginnend aneinander vorbei klettern sollten. Dabei wurden auch die jugendlichen Betreuer mit eingeteilt. Hier war sehr viel Geschick und Rücksichtnahme gefragt, was aber von der sehr homogenen Gruppe mit Bravour gemeistert wurde.

Anschließend ging es zum 'richtigen' Klettern. In Zweier-Gruppen aufgeteilt, mussten sich alle erst mal die notwendigen Knotenkenntnisse aneignen. Nach einigen Übungen und unter den kritischen Augen von Fritz war auch diese Aufgabe schnell bewältigt und es konnte geklettert werden. An verschieden schwierigen 'Bahnen' wurde die Wand von allen mit Leichtigkeit bewältigt. Den Abschluss bildete ein weiterer Wettbewerb. Hier galt es eine 18 m hohe Wand zu ersteigen und oben die Decke zu berühren. Dabei wurde die Zeit gemessen. Die, die nicht klettern wollten feuerten die Kletterer kräftig an. So schaffte es Linda in einer super Zeit von 1 min 50 sec bis nach oben. Sensationell dagegen war Lukas, der Linda noch um 10 sec unterbot. Auch die Wettkletterer wurden heftig angefeuert und beklatscht. Die Zeit ging viel zu schnell vorbei und um 14 Uhr musste schon wieder der Heimweg angetreten werden.

Nachdem die meisten vor lauter Klettern das Essen vergessen hatten, wurden zurück auf dem Aspik sofort die Feuer entfacht und Würstchen gegrillt. Mit viel Überredungskunst schafften es die Kinder auch wieder, die jugendlichen Betreuer zur Schmiederei zu bewegen. Die Fortsetzung des Fußballspiels vom Vortag bildete den Abschluss des Tagesprogramms. Die Betreuer schlugen hier die Kinder in einem knappen 2:1. Aber auch das trübte die Stimmung nicht und mit einem späten Abendessen, den traditionellen Maultaschen, wurden noch einmal die Ereignisse des Tages besprochen. Auch diesmal gingen alle frühzeitig in die Schlafsäcke, Klettern macht eben auch müde.

Am Freitagmorgen war die Wiese fast nur noch als Lehmmatsch zu bezeichnen. Nachdem nach dem Frühstück viele noch keine Lust hatten, zu Packen, war es fast unvermeidlich, dass einige ihren Kleidern noch den typischen Matschlook verpassten. Doch auch das gehört eben dazu. Erst als die ersten Eltern zum Abholen kamen, war Aufbruchstimmung angesagt. Schmutzig, müde aber glücklich gingen die Kinder wieder nach Hause.

Auch für die Betreuer war es in diesem Jahr wieder ein supertolles Erlebnis.