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Frühlingscamp

Ohne Handy, Computer und Co. werden Kinder unglaublich kreativ - so lautet das einstimmige Fazit der Betreuer nach dem diesjährigen, bereits 8. Frühlingscamp des Vereins Abenteuerspielplätze Heilbronn (ASPIK). Die Kinder von der zweidimensionalen Computermattscheibe wegzulocken und für drei Tage in das dreidimensionale wirkliche Leben zu entführen, ist durchgängiges Prinzip dieser Veranstaltung auf dem Vereinsgelände im Böckinger Kreuzgrund. Dazu gehört auch, dass sich die Kinder morgens nach einer kalten Nacht als erstes ein Feuer machen, um sich aufzuwärmen, bevor sie zum Bäcker laufen, um die Brötchen fürs Frühstück zu holen.

Für die zwölf Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren haben sich die Betreuer in diesem Jahr eine abenteuerliche Olympiade einfallen lassen. Ob beim Palettenlauf, der Menschenpyramide, dem Sinnesparcours, dem Nägeleinschlagen, dem Fußballturnier oder beim Dichten eines Gedichtes, immer mussten sich die drei Viererteams absprechen und die einzelnen Aufgaben clever verteilen, um die einzelnen Wettkämpfe gewinnen zu können. Im Abendlicht des letzten Abend fand mit viel Applaus die Siegerehrung statt.

In der Zeit des freien Spielens wurde mit großer Geduld und Hingabe geschmiedet. Mit einfachsten Mitteln wurden aus Gewindestangen scharfe Messer inklusive Holzgriff hergestellt. Kleinere Verbrennungen an den Fingern wurden kurz mit kaltem Wasser behandelt und danach ignoriert, um weiterarbeiten zu können. Stolz und mit rußgeschwärzten Fingern und Gesichtern wurden die Messer dann ausprobiert.

Beendet wurde das Frühlingscamp wieder mit dem traditionellen Fußballspiel gegen die Betreuer. Nach dem Abschlussspiel holten sich in diesem Jahr die Betreuer knapp den Titel. Am Freitag morgen konnten die Eltern ihre nach Feuer, Rauch, Erde und Gras riechenden Kinder müde aber zufrieden abholen.
Anmerkung: Das erste Fußballspiel ging knapp 2:1 an die Betreuer, das zweite etwas deutlicher mit 3:0. Das dritte Spiel endete 0:0 und mit 1:0 im Elfmeterschießen an die Kinder.