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Frühlingscamp - der ASPIK wandert

Pünktlich um neun Uhr trafen sich 12 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren auf dem Gelände des Vereins 'Abenteuerspielplätze Heilbronn e.V.' (kurz ASPIK) im Böckinger Kreuzgrund zum Beginn des diesjährigen dreitägigen Camps.

Nach der Begrüßung machte der Leiter der Veranstaltung Sven zusammen mit den Betreuern Dieter und Georg unsere Kinder mit dem geplanten Ablauf vertraut.

Denn dieses Jahr war etwas anders: diesmal stand eine längere Wanderung zum angestrebten Ziel in Bad Friedrichshall-Jagstfeld auf dem Programm. Angesichts der schwankenden Witterung in der Osterwoche eine recht ehrgeizige Aufgabe. Zuvor mussten aber noch mitgebrachtes Gepäck, Schlafsäcke, Matten etc. verstaut werden. Diese wurden dann an den Zielort voraus gefahren.

Dann war es soweit: gut gerüstet mit Regenjacke, vernünftigem Schuhwerk und ausreichend Vesper im Rucksack wanderten wir Neckar abwärts am Kohlekraftwerk Neckargartach vorbei. Weiter führte uns der Weg über Neckarsulm zu unserem Ziel, einer großen Wiese in Jagstfeld, geradezu ideal zum Campen und Spielen.

Nach einigen Stunden dort angekommen hieß es jetzt das Zelt, eine Jurte, fachgerecht aufzustellen. Erprobte Pfadfinder waren hier im Vorteil. Trotz wiederkehrendem Regen lockte die Feuerstelle unsere Kinder immer wieder ins Freie. Und bald mussten die richtigen Vorbereitungen für die erste Nacht getroffen werden. Die Betreuerfamilien steuerten Decken und Teppiche bei, die dankbar angenommen wurden. Gegen die Kälte gab es dazu noch heißen Tee und warme Milch.
Nach einer kalten ersten Nacht mit Dauerregen lockte ein leckeres Frühstück alle schnell aus den Schlafsäcken.
Dann stand eine Besichtigung des nahen Eisenwerks Würth auf dem Programm. Fasziniert verfolgten wir die Herstellung von Metallkugeln in verschiedenen Großen. Diese werden in der Strahltechnik verwendet.
Nachmittags waren wir zu Gast bei der Greifvogelpflegestation des Naturschutzbundes (NABU) in Bad Friedrichshall. Dort werden verletzte Tiere aufgenommen und fachgerecht versorgt. Der Einsatz lohnt sich. Über 80% der Greifvögel werden als geheilt wieder in die freie Natur entlassen.
Danach war es endlich Zeit für die traditionelle Soljanka, die wir auf dem Platz frisch gekocht haben. Gestärkt und gut durchgewärmt stand dann unsere zweite Übernachtung bevor. Diese verlief glücklicherweise trocken, dafür aber noch kälter.

Am Morgen des dritten Tages hieß es dann nach dem Frühstück Aufräumen und den Platz säubern.
Den Rücktransport unserer Ausrüstung erledigte wieder Eckhart mit seinem Jeep.

Unsere Heimreise nach Heilbronn traten wir mit dem Zug an. Vom Heilbronner Hauptbahnhof ging es dann zu Fuß zurück zum Vereinsgelände im Kreuzgrund. Dort angekommen wurde gegrillt und zum Aufwärmen unser Holzofen im vorhandenen Bauwagen angeheizt.

Wie im Fluge verging die Zeit, und nachmittags konnten die Eltern ihre Kinder, die müde aber glücklich waren, wieder in Empfang nehmen.

Und alle sind sich einig: nächstes Jahr sind wir wieder dabei, wenn es heißt: Frühlingscamp 2005.