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Lehmbauwerkstadt

Es ist das Jahr 2004 - der 10. März- und ich soll einen Bericht über die Lehmbauwerkstatt schreiben. Ein undankbarer Job, da einem nach so langer Zeit nicht mehr so viele Einzelheiten einfallen. Trotzdem versuche ich die Lehmbauwoche zu beschreiben.

Im Jahre 2001 gab Stefan B. den Impuls für das Sommerferienprojekt- Wir bauen mit Lehm.

Zur Vorbereitung der Lehmbauwerkstatt wurde ein Loch von 2 x 2 Meter von einem Bagger ausgehoben. Des weiteren besorgten wir Stroh und Weiden. Dies wurde im Verlauf des Projekts benötigt.

An dem Probewochenende wurde aus den Weiden das Grundgerüst für die Lehmhütte hergestellt.

Erst wurden die Weiden zu gleichlangen Bündeln zusammengelegt und kräftig geschnürt.
Das eine Ende der Bündel wurde dann in die Erde eingegraben, umgebogen und auch das andere Ende eingegraben. So wurde mit allen Bündeln verfahren, bis ein halbkugelförmiges Gebilde entstanden war. Dann wurden die Querstreben eingeflochten und fertig war das Grundgerüst.

Gleichzeitig wurden in einer kleinen Grube Lehm, Stroh und Wasser zu baufähigem Material verarbeitet. Dazu mussten ein paar Freiwillige in die Grube steigen und das Material stampfen. Dann wurde das Gemisch in Eimer gefüllt und um das Weidengerüst aufgehäuft. Nach diesem Test konnte dann die Lehmbauwerkstatt starten.

Am Montag trafen sich die Kinder und Betreuer dann zum ersten Mal. Das Wetter war nicht zu heiß, sodass die Kinder nicht Schlange an der Lehmgrube standen. Aber es waren immer Kinder (mit Unterstützung von Erwachsenen) in der Lehmgrube. Einige machten auch eine 'Matschschlacht' und mussten später von Kopf bis Fuß gereinigt werden, sogar in den Gehörgängen.

Es wurden die Hütte, ein Boot, mehrere Vulkane und eine Burg aus Lehm gebaut und der Schriftzug 'ASPIK 2001'. Leider stürzte die Hütte noch in den Sommerferien unter massiver Regeneinwirkung ein, sodass die Kinder nach den Ferien nur noch eine Matschhügellandschaft vorfanden und nicht mit der Hütte spielen konnten. Daneben lief auch noch ein Spiel- und Spaßprogramm, das ich aber nicht mehr rekonstruieren kann.

Bei der Übernachtung wurden dann die Vulkane befeuert.